Goldregen in der Kaiserstadt!

Bad Ischl verbindet Tradition und Innovation auf majestätische Weise: Ab sofort hat Bad Ischl neben dem Euro seine eigene Währung. Der „Ischler Gulden" wurde am 1. Dezember feierlich aus der Taufe gehoben und gilt in 150 Geschäften der Traditionsstadt als offizielles Zahlungsmittel. Der Ischler Gulden ist mit wunderschönen Motiven und exzellenter Fertigungsqualität ein besonders stilvolles Geschenk.
Immer noch majestätisch ist Bad Ischl selbst nach fast 100 Jahren seit der Kaiserzeit. Mit dem Ischler Gulden als einzigartige neue Stadtwährung hat die Stadt Bad Ischl ein neues Zeichen im Dienste der Historie gesetzt: Die echte Nordic-Goldmünze ist außergewöhnlich unter den Einkaufsmünzen und passt in ihrem Glanz perfekt zum Flair der geschichtsträchtigen Stadt. Erhältlich ist der Gulden im Wert von 10 Euro mit der Prägung des modernisierten Doppeladlers samt Stadtwappen sowie im Wert von 50 Euro mit der Prägung des Gesichts von Sisi. Die Münzen sind im edlen, roten Samtbeutel verpackt.


Geschichte der Stadt Bad Ischl

Bad Ischl genießen - zwischen Tradition und Moderne ... klingt wie ein Werbespruch, wurde in Bad Ischl aber zum Programm. Zwar ist das romantische Städtchen an der Traun (ein wichtiger Zufluss der Donau) untrennbar mit seiner Rolle als Sommerresidenz des Hauses Habsburg verbunden - immerhin halfen die Ischler „Badekuren" den Eltern des späteren Kaisers Franz Joseph, ihre Unfruchtbarkeit zu besiegen. So kamen die vier Söhne zum Spitznamen „Salzprinzen" und Ischl zum Ruf als reizvolles Gebirgsstädtchen mit wirksamen Kuranwendungen.
Die Erfolge des 1823 gegründeten Solebades (Eröffnung der ersten Badestube) machten Ischl rasch zum führenden Kurort Europas. Bereits 1875 geht das „Kurhaus" in Betrieb - mit einer bis heute unwesentlich veränderten Fassade. Zum höfischen Leben zählte auch ein reger Kulturbetrieb - beim Spaziergang auf der Esplanade begegnete man u.a. Franz Grillparzer, Adalbert Stifter, Johann Nepumuk Nestroy oder Ferdinand Waldmüller, den Strauß-Brüdern, Anton Bruckner, Richard Tauber und natürlich Franz Lehár, der in Ischl eine eigene Villa besaß. Der Kaiser verlobt sich 1853 im Hotel Austria (heute Museum der Stadt) mit Sisi, der 16-jährigen bayerischen Herzogin. Seine zweite große Liebe galt der Jagd - rund 50.000 Stück Wild soll seine Majestät „höchstpersönlich" erlegt haben.

Der Kurort

Die Blütezeit von Ischl sollte erst noch kommen. 1821 kam der Wiener Arzt Dr. Franz Wirer nach Ischl und informierte sich über die Kurerfolge des Salinenphysikus Dr. Josef Götz, der seit 1807 die Wirkung von Solebädern an erkrankten Salinenarbeitern erprobte. Die ersten etwa 40 (auswärtigen) Kurgäste erschienen 1822. Im Jahr darauf verdoppelte sich die Zahl der Gäste. 1823 kann als eigentliches Gründungsjahr für das erste Ischler Heilbad als Solebad angesehen werden. Die vom Salinenkassier Michael Tänzl in seinem Haus an der Traun errichtete Sole-Badestube (Tänzelbad) musste bereits 1825 erweitert werden.
Ischl stieg schon bald zu einem Kurort von europäischer Bedeutung auf. Die Zahl der Gäste, die nach Ischl kamen - darunter Staatskanzler Metternich und Erzherzog Rudolf - wurde zunehmend größer. 1827 kurte das erzherzogliche Ehepaar Franz Karl und Sophie, die Eltern des späteren Kaiser Franz Josef, hier zum ersten Mal. 1827/1828 errichteten Franz und Magdalena Koch den Posthof (Gasthof zur Post), das erste Hotel des Salzkammergutes.
Den Höhepunkt der Ischler Blütezeit bildete die Zeit von 1849 bis 1914 als kaiserlicher Sommerresidenz unter Kaiser Franz Joseph I.. 1853 verlobte sich Franz Joseph mit Elisabeth (Sisi) von Bayern im damaligen „Seeauerhaus", das heute das Museum der Stadt Bad Ischl ist.
Seit dem Sommer des Jahres 1863 kam der bedeutende Komponist Anton Bruckner immer zum Geburtstag des Kaisers, sowie zu anderen festlichen Anlässen des Kaiserhauses als Hoforganist nach Ischl. Bruckner bezeichnete sich selbst gerne als „Organist des Kaisers". Er spielte am 31. Juli 1890 zur Hochzeit der Erzherzogin Marie Valerie mit Erzherzog Franz Salvator auf der Orgel Variationen über die Kaiserhymne, verbunden mit dem „Halleluja" aus dem Messias von Georg Friedrich Händel. Anschließend war Bruckner zum Diner ins Hotel Post eingeladen. Am 2. August 1890 gab Bruckner ein eigenes Orgelkonzert. Häufig besuchte er seinen Freund Attwenger. An der Stadtpfarrkirche erinnert eine Gedenktafel an Bruckners Aufenthalte. Auch im Gästebuch der Konditorei Zauner befindet sich ein Eintrag Bruckners.
Ischl war Sommerdomizil vieler populärer Komponisten, vor allem Johann Strauß, Franz Lehár und Johannes Brahms, aber auch andere Musikschaffende der Jahrhundertwende verbrachten hier regelmäßig den Sommer; viele von ihnen suchten wohl auch die Nähe des vor Ort weilenden Hofstaates. So entwickelte sich Ischl schon während der Zeit der Donaumonarchie zum Künstlertreffpunkt von Weltgeltung. Noch heute werden alljährlich während der Sommermonate im Kurhaus Operettenwochen veranstaltet.
1906 wurde Ischl in Bad Ischl umbenannt. Im Jahr 1920 wird Bad Ischl von der Landesregierung die Bezeichnung Kurort zuerkannt und 1940 wurde Bad Ischl zur Stadt erhoben.